Woher kommen die Barbaren wirklich?
In der Geschichte stammt die Bezeichnung „Barbar“ aus dem Griechischen (=Stotterer ) und bezeichnete im antiken Griechenland alle Menschen, die nicht oder nur unzureichend der griechischen Sprache fähig waren. Daher wurde der Begriff bald für alle fremden Völker benutzt. Wir kennen den Begriff des „Barbaren“ heute auch noch als Synonym für ungebildete oder gänzlich unzivilisierte Menschen.
Der Begriff des Barbaren hat jedoch erst im Lauf der Zeit seine negative Konnotation bekommen. Da der Begriff einfach eine Sammelbezeichnung für alle Nichtgriechen war, zu denen auch Helden wie der Trojaner Hektor aus der Ilias gehörten, war das Wort zunächst bedeutungsneutral.
Doch spätestens die Römer bezeichneten alle Menschen ohne eine vernünftige Bildung als Barbaren. In der Spätantike konnte man jedoch noch aufhören „barbarisch“ zu sein, indem man sich bildete. Aus heutiger, geschichts-theoretischer Sicht waren jedoch alle Jäger, Sammler und Nomadenvölker Barbaren, weil sie nicht die Errungenschaften der Zivilisation wie Schrift, Städtebau oder Agrarwirtschaft nutzten. Auf Grund dieser Wahrnehmung eines „Barbaren“ als „unzivilisiert“ bezeichnen wir heutzutage sehr gewalttätige, laute oder manierenlose Zeitgenossen als Barbaren.
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